Berufsfeuerwehr in NRW: Erfahrungsbericht zum Auswahlverfahren

Die Feuerwehr kennt Lukas seit seiner Kindheit: Heute ist der 24-Jährige selbst Feuerwehrmann bei einer Berufsfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen. Wie hat er das geschafft?

Erfahrungsbericht: Auswahlverfahren Feuerwehr

Ich bin in einer Großstadt in Nordrhein-Westfalen (NRW) aufgewachsen. In der Nähe meines Elternhauses war eine Feuerwache. Mehrere Male am Tag fuhren dort Rettungswagen los – mit Blaulicht und Martinshorn. Etwas seltener kamen Löschzüge vorbei. Davon war ich immer wieder aufs Neue fasziniert. Die Feuerwehrautos fand ich toll. Ich interessierte mich für die Technik und für die Ausrüstung der Feuerwehrleute. Deswegen trat ich mit zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr ein. Später engagierte ich mich in der Freiwilligen Feuerwehr.

Nach meinem Realschulabschluss absolvierte ich eine Ausbildung zum Tischler. Ich wollte eigentlich schnellstens zur Berufsfeuerwehr. Aber ich wusste, dass ich dafür nicht nur einen Schulabschluss brauche, sondern auch eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach meiner bestandenen Gesellenprüfung bewarb ich mich schließlich für eine Ausbildung zum Brandmeister. Daraufhin bekam ich einige Wochen später eine Einladung zum Auswahlverfahren.

Vorbereiten auf das Auswahlverfahren

„O je“, dachte ich mir, „was wird mich dort erwarten?“ In der Einladung stand, dass das Auswahlverfahren einen Tag lang dauern wird. Außerdem hieß es, dass mich ein schriftlicher Einstellungstest erwartet, ein Sporttest und ein Vorstellungsgespräch. Sportkleidung und Sportschuhe sollte man mitbringen.

Der Termin zum Auswahlverfahren war vier Wochen später. Ich begann, mich auf die Tests und das Vorstellungsgespräch vorzubereiten: Ich besorgte mir Bücher zum Einstellungstest der Feuerwehr und übte mit ihnen mögliche Aufgaben. Und ich machte sehr viel Sport – fast jeden Tag für ein bis zwei Stunden.

Ausdauer und Kraft gefordert

Am Auswahlverfahren nahmen etwa 20 junge Männer teil. Der Tag begann vormittags mit dem schriftlichen Einstellungstest. Dabei ging es um unsere Allgemeinbildung, um Deutsch und Mathematik. Um die Aufgaben zu bearbeiten, hatten wir 90 Minuten Zeit. Der eine oder andere war sichtlich nervös, und ich musste mich wirklich konzentrieren. Die Fragen waren alles in allem aber nicht allzu schwer.

Am Nachmittag fand der Sporttest statt. Er bestand aus einem 3.000-Meter-Lauf, einem 400-Meter-Lauf und einem Kasten-Bumerang-Test sowie Gleichgewichtstests, Liegestütze und Wechselsprüngen. An einem zweiten Termin eine Woche später ging es ins Schwimmbad zu einem 400-Meter-Schwimmen und einem Tauchtest (15 Meter). Ich war sehr froh, dass ich in den Wochen vorher viel trainiert hatte. Ich weiß nicht, ob ich sonst die Ausdauer und Kraft gehabt hätte, um zu bestehen.

Untersuchung beim Amtsarzt

Die ärztliche Untersuchung fand einige Wochen später statt. Mich untersuchte ein Amtsarzt im Gesundheitsamt. Nach einer Selbstauskunft über meine Gesundheit folgten jede Menge Tests: Reflextests, ein Sehtest, ein Hörtest, ein Lungenfunktionstest und das Röntgen meines Brustkorbs. Der Arzt brauchte von mir eine Blutprobe und eine Urinprobe. Er machte mit mir auch noch einen EKG-Test auf einem Fahrrad-Ergometer. Am Ende gab er sein „Okay“: Ich durfte meine Ausbildung zum Brandmeister antreten.

Lukas, Feuerwehrmann in Nordrhein-Westfalen



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