Brandmeister bei der Bundeswehrfeuerwehr: Erfahrungsbericht zum Auswahlverfahren

In 18 Monaten wurde Tim, Mitte 20, bei der Bundeswehr­feuerwehr zum Feuerwehrmann ausgebildet. Inzwischen ist er Brandmeister.

Die Bundeswehr bietet Jobs im zivilen und im militärischen Brandschutz an. Ich habe mich für eine zivile Karriere im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst entschieden. Trotzdem werde ich irgendwann an Auslandseinsätzen teilnehmen müssen. Mein Auswahlverfahren bei der Bundeswehrfeuerwehr bestand aus einem Sporttest, einem schriftlichen Einstellungstest und einem Einstellungsgespräch. Danach stellte ein Arzt meine Tauglichkeit fest für den Dienst in der Bundeswehrfeuerwehr.

Das Auswahlverfahren dauerte einen Tag lang. Am Vormittag absolvierte ich den Sporttest, am Nachmittag folgte der schriftliche Einstellungstest. Im Sporttest musste ich auf einem Schwebebalken balancieren, mehrere Male hin und her sprinten und mich so lange wie möglich an einer Klimmzugstange festhalten. Mein Tipp für dich: Ziehe für den Sporttest unbedingt bequeme Hallenschuhe an!

Einstellungsgespräch nur nach Einladung

Der schriftliche Einstellungstest fand nachmittags statt und bestand aus zwei Teilen: Zuerst musste ich Rechenaufgaben lösen, zum Beispiel Bruchrechnung und Volumenberechnung. Dafür hatte ich 75 Minuten Zeit. Ich durfte sogar einen Taschenrechner benutzen. Frage am besten vor dem Termin nach, ob du selbst einen Taschenrechner mitbringen darfst – das sollte ich nämlich machen. Anschließend musste ich einen Aufsatz schreiben. Das Thema war eine aktuelle politische Debatte: Es ging um Lobbyismus. Hierfür hatte ich ebenfalls 75 Minuten Zeit.

Das Einstellungsgespräch fand an einem anderen Tag statt. Dazu bekam ich eine Einladung. Das Gespräch führte ich etwa 30 Minuten lang mit einem Psychologen und jeweils einem Vertreter des mittleren und des gehobenen Dienstes in einem „Karrierecenter der Bundeswehr“. Es war eine Mischung aus mündlicher Prüfung und Vorstellungsgespräch. Dabei sollte ich Fragen zur Bundeswehr beantworten, zur Demokratie und zur Feuerwehr. Es ging auch um meine Motivation und meinen Werdegang.

Bereitschaft zu Auslandseinsätzen

Die ärztliche Untersuchung erfolgte wieder an einem anderen Termin. Sie beinhaltete eine allgemeine medizinische Untersuchung, einen Sehtest, einen Hörtest und eine körperliche Begutachtung. Außerdem musste ich eine Urinprobe abgeben. Hinzukam eine Untersuchung, ob ich Atemschutzgeräte tragen kann.

Die Bundeswehrfeuerwehr ist ein besonderer Arbeitsplatz. Ich kann an einem der etwa 60 Standorte eingesetzt werden – und im Auslandseinsatz. Das finde ich sehr spannend! Den Großteil meiner Ausbildung absolvierte ich übrigens in Stetten am kalten Markt. Das liegt in der Eifel. Heute arbeite ich als Brandmeister bei der Bundeswehrfeuerwehr an einem Standort in Süddeutschland.

Tim, Brandmeister bei der Bundeswehrfeuerwehr



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