Werkfeuerwehrmann am Flughafen: Erfahrungsbericht zum Auswahlverfahren

An einem großen deutschen Flughafen arbeitet Leon, Anfang 20, nach einer dreijährigen Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann.

„Ich werde Feuerwehrmann“: Das war mein Kindheitstraum. Heute arbeite ich als Werkfeuerwehrmann für die Werkfeuerwehr eines großen deutschen Flughafens. Dafür entschied ich mich nach meinem Realschulabschluss.

Meine Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann dauerte drei Jahre. Sie war in zwei Abschnitte unterteilt: Die ersten eineinhalb Jahre lernte ich handwerkliche und technische Fertigkeiten. Danach folgten weitere eineinhalb Jahre feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Ausbildung. Dabei war und bin ich Angestellter der Flughafenfeuerwehr.

Die Arbeit am Flughafen ist sehr abwechslungsreich: Dort arbeiten mehr als 300 Feuerwehrleute in vier Feuerwachen. Wir kümmern uns um den Brandschutz und den Rettungsdienst. Hierfür arbeiten wir im 24-Stunden-Schichtdienst. Trotzdem mag ich die Arbeit zwischen Terminal, Tower und Vorfeld! Sowieso begeistere ich mich für (große) Flugzeuge.

Mehrstufiges Auswahlverfahren

Der erste Schritt auf meinem Weg zur Feuerwehr war meine Bewerbung. Ich musste einige Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel zum Alter, zur Körpergröße und zur Sehkraft. Und ich sollte mit meinen Zeugnissen belegen, dass ich in der Schule gut war in Deutsch, Englisch und Mathematik. Meine Bewerbung überzeugte die Personaler: Ich wurde zum Auswahlverfahren eingeladen.

Der zweite Schritt war folglich das mehrstufige Auswahlverfahren der Flughafenfeuerwehr. Das musste ich bestehen. Ich konnte ihnen beweisen, dass ich das Zeug zum Feuerwehrmann habe. Das heißt, dass ich den Anforderungen dieses Berufes physisch und psychisch gewachsen bin. Bei der Flughafen­feuerwehr darf man zum Beispiel weder Höhenangst haben noch Klaustrophobie.

Sporttest und Vorstellungsgespräch

Am Anfang des eintägigen Auswahlverfahrens absolvierte ich einen Sporttest. Dafür brauchte ich Geschick, Koordination, Kraft und Ausdauer. Anschließend folgte ein Praxistest: Ich stieg auf eine 30 Meter hohe Drehleiter und demonstrierte in einer Rettungsübung, dass ich in stressigen Situationen flexibel und teamfähig reagiere.

Schließlich fand ein Vorstellungsgespräch statt. Dabei sprach ich mit einem Personaler und mit mehreren Feuerwehrleuten über meine Motivation. An einem anderen Termin untersuchte mich ein Arzt. Er stellte fest, dass ich gesundheitlich für den Dienst in der Feuerwehr geeignet bin. Meine Ausbildung bei der Flughafenfeuerwehr war übrigens kostenlos und wurde vergütet.

Leon, Werkfeuerwehrmann an einem Flughafen



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