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Über die Feuerwehr

Zahlen, Daten, Fakten

Aufbau und Organisation

Wie ist die Feuerwehr in Deutschland organisiert?

In Deutschland gibt es verschiedene Arten von Feuerwehren, die jeweils unterschiedliche Aufgaben und Einsatzbereiche haben. Zu den wichtigsten zählen:

  • Berufsfeuerwehr: Hauptamtliche Feuerwehr mit rund um die Uhr einsatzbereiten Feuerwehrleuten. Sie ist vor allem in größeren Städten vorgeschrieben.
  • Freiwillige Feuerwehr: Ehrenamtliche Feuerwehr, die den Brandschutz und die Technische Hilfeleistung in den meisten Städten und Gemeinden sicherstellt.
  • Werkfeuerwehr: Feuerwehr eines Unternehmens oder einer öffentlichen Einrichtung. Sie schützt den eigenen Betrieb und wird von der zuständigen Behörde anerkannt.
  • Betriebsfeuerwehr: Feuerwehr eines Betriebs, die den betrieblichen Brandschutz unterstützt. Im Gegensatz zur Werkfeuerwehr ist sie nicht staatlich anerkannt.
  • Jugendfeuerwehr: Nachwuchsorganisation für Jugendliche, die junge Menschen an den Feuerwehrdienst heranführt.
  • Kinderfeuerwehr: Angebot für Kinder, das spielerisch Wissen über Feuerwehr und Brandschutz vermittelt und den Nachwuchs fördert.

Wer ist für den Brandschutz in Deutschland verantwortlich?

Für den Brandschutz sind in Deutschland vor allem die Städte und Gemeinden verantwortlich. Sie müssen Feuerwehren vorhalten, damit Brände bekämpft und Hilfeleistungen erbracht werden können. Die rechtlichen Grundlagen dafür stehen in den Brandschutz- und Feuerwehrgesetzen der Bundesländer.

Jedes Bundesland hat eigene Feuerwehr- bzw. Brandschutzgesetze, in denen unter anderem die Organisation, Zuständigkeiten und Aufgaben der Feuerwehren festgelegt sind. Daher können sich beispielsweise Dienstgrade, Laufbahnen oder organisatorische Strukturen von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Trotzdem arbeiten die Feuerwehren nach vielen bundesweit einheitlichen Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV) und technischen Normen. Dadurch sind Ausbildung, Einsatztaktik und technische Standards in weiten Teilen vergleichbar.

Der Bund ist im Feuerwehrwesen grundsätzlich nicht zuständig, wirkt aber im erweiterten Katastrophenschutz bzw. Zivilschutz mit.

Worin unterscheiden sich Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Werkfeuerwehr?

Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Werkfeuerwehr unterscheiden sich vor allem nach Trägerschaft, Personal und Einsatzbereich.

Die Berufsfeuerwehr ist eine hauptamtliche Feuerwehr einer Stadt. Ihre Einsatzkräfte arbeiten beruflich bei der Feuerwehr und besetzen Feuer- und Rettungswachen rund um die Uhr. Beispiele sind die Berufsfeuerwehren in Berlin, Hamburg oder Köln.

Die Freiwillige Feuerwehr besteht überwiegend aus ehrenamtlichen Einsatzkräften. Sie unterstützt den Brandschutz und die Hilfeleistung in Städten und Gemeinden und arbeitet in größeren Städten oft zusammen mit der Berufsfeuerwehr. In Hamburg sorgen zum Beispiel 86 Freiwillige Feuerwehren zusammen mit der Berufsfeuerwehr für die Sicherheit der Stadt.

Die Werkfeuerwehr ist eine Feuerwehr für einen bestimmten Betrieb oder eine Einrichtung, zum Beispiel in einem Industrieunternehmen, an einem Flughafen oder in einem großen Werk. Sie schützt vor allem diesen Betrieb und ist öffentlich-rechtlich anerkannt.

Wie ist eine Feuerwache aufgebaut?

Eine Feuerwache ist der Standort einer Feuerwehr, von dem Einsatzkräfte zu Bränden, Unfällen und anderen Notfällen ausrücken. Sie verfügt in der Regel über Fahrzeughallen, Umkleiden, Aufenthalts- und Schulungsräume sowie Bereiche für Technik und Ausrüstung. Je nach Feuerwehrart und Größe können sich dort außerdem Werkstätten, Lagerräume oder Räume für den Rettungsdienst befinden. Der Aufbau einer Feuerwache richtet sich nach ihren Aufgaben und dem jeweiligen Einsatzgebiet.

Wofür steht die Abkürzung „BOS“ im Feuerwehr- und Rettungswesen?

Die Abkürzung „BOS“ steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“. Dazu gehören staatliche und nichtstaatliche Organisationen, die für die öffentliche Sicherheit sowie die Gefahrenabwehr zuständig sind. Zu den BOS zählen unter anderem die Feuerwehr, die Polizei, der Rettungsdienst, das Technische Hilfswerk (THW) und die im Bevölkerungsschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen. Die BOS nutzen unter anderem ein gemeinsames, besonders geschütztes Digitalfunknetz für ihre Einsätze.

Welche Behörden und Organisationen zählen zu den BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben)?

Zu den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zählen unter anderem die Feuerwehr, die Polizei, der Rettungsdienst, das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Katastrophenschutzbehörden der Länder. Außerdem gehören die im Bevölkerungsschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen, beispielsweise das Deutsches Rotes Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund und der Malteser Hilfsdienst, zu den BOS. Alle diese Organisationen arbeiten bei Einsätzen eng zusammen und nutzen unter anderem den gemeinsamen BOS-Digitalfunk.

Welche Dienstgrade gibt es bei der Feuerwehr?

Die Dienstgrade der Feuerwehr richten sich nach der jeweiligen Feuerwehrart und dem Bundesland. Bei den Berufsfeuerwehren werden sie als Amtsbezeichnungen geführt und orientieren sich an den Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes, beispielsweise Brandmeister, Oberbrandmeister, Brandoberinspektor oder Brandrat. Bei den Freiwilligen Feuerwehren gibt es ebenfalls Dienstgrade, deren Bezeichnungen und Voraussetzungen jedoch je nach Landesrecht unterschiedlich sein können. Sie kennzeichnen den Ausbildungsstand, die Qualifikation und die übernommene Verantwortung innerhalb der Feuerwehr.

Warum verwenden viele Feuerwehren in Deutschland den Funkrufnamen „Florian“?

Viele Feuerwehren verwenden den Funkrufnamen „Florian“, weil der heilige Florian als Schutzpatron der Feuerwehr gilt. Sein Name wurde in Deutschland als einheitlicher Funkkenner für die Feuerwehr eingeführt und ist bis heute Bestandteil der Funkrufnamen aller Feuerwehreinheiten. Im Funkverkehr wird „Florian“ mit dem Ortsnamen und einer Fahrzeug- oder Einheitskennung kombiniert, zum Beispiel „Florian Hamburg 22 HLF 1“. Dadurch ist sofort erkennbar, dass es sich um eine Einheit der Feuerwehr handelt.

Auftrag und Aufgaben

Was sind die Aufgaben der Feuerwehr?

Die Feuerwehr hat die Aufgabe, Menschen, Tiere, Sachwerte und die Umwelt vor Gefahren zu schützen. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung bei Unfällen und anderen Notlagen sowie die Rettung von Menschen und Tieren. Darüber hinaus übernehmen viele Feuerwehren Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz, beispielsweise durch Brandschutzberatungen oder Brandschutzerziehung. Die Aufgaben der Feuerwehr werden häufig mit den vier Begriffen Retten, Löschen, Bergen und Schützen zusammengefasst.

Zu welchen Einsätzen wird die Feuerwehr alarmiert?

Die Feuerwehr wird zu den unterschiedlichsten Notfällen alarmiert. Dazu gehören Brände, Verkehrsunfälle, technische Hilfeleistungen (z. B. eingeklemmte Personen oder umgestürzte Bäume), Unwetter- und Hochwassereinsätze sowie Einsätze mit Gefahrstoffen. Viele Berufsfeuerwehren übernehmen außerdem den Rettungsdienst und werden zu medizinischen Notfällen alarmiert. Welche Einsätze im Einzelnen anfallen, hängt von den Aufgaben der jeweiligen Feuerwehr und den landesrechtlichen Regelungen ab.

Unter welcher Notrufnummer ist die Feuerwehr in Deutschland erreichbar?

Die Feuerwehr ist in Deutschland unter der europaweit einheitlichen Notrufnummer 112 erreichbar. Über die 112 werden sowohl die Feuerwehr als auch der Rettungsdienst alarmiert. Der Notruf ist kostenlos und kann rund um die Uhr von jedem Telefon aus gewählt werden – auch ohne Guthaben oder SIM-Karte. Nach dem Notruf fragt die Leitstelle nach den wichtigsten Informationen zum Notfall und alarmiert anschließend die erforderlichen Einsatzkräfte.

Welche Informationen sollte man bei einem Notruf über die 112 angeben?

Bei einem Notruf über die 112 solltest du der Leitstelle die wichtigsten Informationen zum Notfall mitteilen. Dazu gehören vor allem: Wo ist der Notfall? Was ist passiert? Wer ruft an? Wie viele Personen sind betroffen oder verletzt? Warte anschließend auf Rückfragen und beende das Gespräch erst, wenn die Leitstelle dich dazu auffordert.

Was passiert nach dem Eingang eines Notrufs bei der Feuerwehr?

Nach dem Eingang eines Notrufs nimmt die Leitstelle die wichtigsten Informationen zum Notfall auf und bewertet die Lage. Anschließend werden die passenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge nach der geltenden Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) alarmiert und zum Einsatzort entsandt. Während die Einsatzkräfte bereits unterwegs sind, bleibt die Leitstelle bei Bedarf mit der anrufenden Person in Kontakt und gibt wichtige Verhaltens- oder Erste-Hilfe-Hinweise. Bis zum Abschluss des Einsatzes koordiniert die Leitstelle alle weiteren Maßnahmen und unterstützt die Einsatzkräfte.

Welche Aufgaben übernimmt die Feuerwehr bei Unwettern und Naturkatastrophen?

Bei Unwettern und Naturkatastrophen übernimmt die Feuerwehr vielfältige Aufgaben zum Schutz von Menschen und Sachwerten. Sie pumpt beispielsweise überflutete Keller aus, beseitigt umgestürzte Bäume, sichert beschädigte Gebäude und rettet Menschen aus Gefahrenlagen. Darüber hinaus unterstützt sie bei Hochwasser, Stürmen oder Starkregen gemeinsam mit anderen Einsatzorganisationen den Katastrophenschutz. Ziel ist es, Gefahren abzuwehren und die öffentliche Sicherheit möglichst schnell wiederherzustellen.

Wie unterstützt die Feuerwehr Unternehmen und öffentliche Einrichtungen beim Brandschutz?

Die Feuerwehr unterstützt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vor allem im vorbeugenden Brandschutz. Sie berät bei Brandschutzmaßnahmen, führt Brandverhütungsschauen durch und prüft beispielsweise Brandmeldeanlagen oder die Feuerwehrzufahrt. Außerdem unterstützt sie bei der Planung von Brandschutzkonzepten und informiert über Maßnahmen, die Brände verhindern oder ihre Auswirkungen begrenzen sollen. So trägt die Feuerwehr dazu bei, Menschen, Gebäude und Sachwerte wirksam zu schützen.

Mit welchen Einsätzen haben Feuerwehrleute im Alltag am häufigsten zu tun?

Entgegen der weit verbreiteten Annahme gehören Brände heute nur zu einem Teil der Einsätze der Feuerwehr. Den größten Anteil machen technische Hilfeleistungen aus, beispielsweise nach Verkehrsunfällen, bei Sturmschäden, Wasserschäden oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Hinzu kommen Einsätze wegen ausgelöster Brandmeldeanlagen, Türöffnungen in Notfällen oder Gefahrstoffunfällen. Je nach Region und Aufgabenbereich der Feuerwehr kann sich die Verteilung der Einsätze unterscheiden.

Welche Aufgaben übernimmt die Feuerwehr bei Verkehrsunfällen?

Bei Verkehrsunfällen sichert die Feuerwehr zunächst die Unfallstelle ab und schützt Beteiligte sowie Einsatzkräfte vor weiteren Gefahren. Sie rettet eingeklemmte oder verletzte Personen, stellt den Brandschutz sicher und beseitigt auslaufende Betriebsstoffe oder andere Gefahrenquellen. Außerdem unterstützt sie den Rettungsdienst bei der Versorgung und Bergung verletzter Personen. Bei Bedarf arbeitet die Feuerwehr eng mit Polizei, Rettungsdienst und weiteren Einsatzkräften zusammen.

Warum sind Feuerwehrfahrzeuge meistens rot?

Feuerwehrfahrzeuge sind meistens rot, weil diese Farbe schon von Weitem gut erkennbar ist und eine hohe Signalwirkung besitzt. Dadurch werden andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf herannahende Einsatzfahrzeuge aufmerksam. Die rote Lackierung hat sich über viele Jahrzehnte als Standard etabliert und ist in Deutschland durch Normen für Feuerwehrfahrzeuge festgelegt. Heute tragen viele Fahrzeuge zusätzlich auffällige gelb-rote Warnmarkierungen, um ihre Sichtbarkeit weiter zu erhöhen.

Ausbildung und Karriere

Wo findet man Informationen zur Bewerbung bei einer Berufsfeuerwehr?

Informationen zur Bewerbung findest du auf den offiziellen Karriereseiten der jeweiligen Berufsfeuerwehr oder auf dem Karriereportal der zuständigen Stadt oder Gemeinde. Dort erhältst du Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen, Bewerbungsfristen, dem Auswahlverfahren und der Ausbildung. Viele Berufsfeuerwehren bieten außerdem Informationsveranstaltungen oder Bewerbertage an, bei denen du den Beruf und die Karriere kennenlernen kannst. Da sich die Anforderungen je nach Bundesland und Feuerwehr unterscheiden können, solltest du dich immer direkt bei der gewünschten Berufsfeuerwehr informieren.

Wie bewirbst du dich bei der Feuerwehr?

Der erste Schritt ist die Suche nach Stellenanzeigen. Nimm dir ausreichend Zeit und finde heraus, welche Feuerwehren Ausbildungen anbieten. Prüfe auch, welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst.

Der zweite Schritt ist deine Bewerbung. Du verfasst ein Anschreiben und einen Lebenslauf und ergänzt sie um Zeugnisse und Nachweise. Familienmitglieder und Freunde können helfen, Rechtschreibfehler und andere Makel zu finden. Die fertige Bewerbung schickst du dann per Mail oder postalisch an die Feuerwehr.

Der dritte Schritt ist das Auswahlverfahren der Feuerwehr. Hier wird geprüft, ob du wirklich das Zeug zum Feuerwehrmann bzw. zur Feuerwehrfrau hast. Die Auswahlverfahren sind sehr anspruchsvoll und bestehen in der Regel aus einem schriftlichen Einstellungstest, einem Sporttest, eventuell praktischen Prüfungen und einem Vorstellungsgespräch.

Wie wirst du Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau?

Wenn du hauptberuflich als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau arbeiten willst, dann kannst du dies bei einer Berufsfeuerwehr, einer Werkfeuerwehr oder der Bundeswehrfeuerwehr tun. Dein Handwerk, zum Beispiel das Löschen von Bränden und das Retten von Menschen, lernst du in einer speziellen feuerwehrtechnischen Ausbildung. Sie dauert bei der Berufsfeuerwehr durchschnittlich 18 Monate (Brandmeister) bzw. 24 Monate (Brandoberinspektor).

  • Für eine klassische Brandmeister-Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene handwerklich-technische Berufsausbildung.
  • Für eine Brandoberinspektor-Ausbildung wird ein abgeschlossenes Studium in einem naturwissenschaftlich-technischen Fachgebiet erwartet. Mittlerweile gibt es vielerorts spezielle Stufen- oder Kombi-Ausbildungen, die länger dauern, aber nur einen bestimmten Schulabschluss voraussetzen.

Welche Chancen haben Frauen bei der Feuerwehr?

Frauen und Männer können sich gleichermaßen für eine Laufbahn bei der Berufsfeuerwehr bewerben. Voraussetzung ist, dass sie die jeweiligen fachlichen, gesundheitlichen und körperlichen Anforderungen erfüllen. Berufsfeuerwehren fördern ausdrücklich die Bewerbung von Frauen und setzen sich für Chancengleichheit und Vielfalt im Feuerwehrdienst ein. Die Auswahl erfolgt nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung.

Welche Laufbahnen gibt es bei der Feuerwehr?

Bei der Berufsfeuerwehr gibt es in der Regel drei feuerwehrtechnische Laufbahnen: den mittleren, den gehobenen und den höheren feuerwehrtechnischen Dienst. Die Laufbahn richtet sich nach dem Schul- oder Studienabschluss sowie dem späteren Aufgabenbereich. Während der mittlere Dienst vor allem im Einsatzdienst tätig ist, übernehmen Beamtinnen und Beamte im gehobenen und höheren Dienst zunehmend Führungs- und Leitungsaufgaben. Je nach Bundesland können sich die Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungswege geringfügig unterscheiden.

Wie läuft die Ausbildung bei der Feuerwehr ab?

Wie deine Feuerwehr-Ausbildung genau abläuft, unterscheidet sich von Laufbahn zu Laufbahn und von Feuerwehr zu Feuerwehr. Die Berufsfeuerwehren können andere Akzente setzen als Werkfeuerwehren oder die Bundeswehr-Feuerwehr. Und für Brandoberinspektoren in der Laufbahn des gehobenen Dienstes sind Führungsaufgaben wichtiger als für Brandmeister im mittleren Dienst. Grundsätzlich besteht eine Feuerwehr-Ausbildung aus drei Bereichen: Du absolvierst eine feuerwehrtechnische Grundausbildung und weitergehende theoretische Lehrgänge sowie Praktika.

Welcher Schulabschluss ist für eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr erforderlich?

Für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst wird in vielen Bundesländern mindestens ein mittlerer Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung verlangt, teilweise ist auch ein Einstieg mit Hauptschulabschluss möglich. Für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst ist in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor oder vergleichbar) erforderlich, da du später vor allem Führungs- und Leitungsaufgaben übernimmst. Informiere dich am besten direkt bei der gewünschten Feuerwehr nach den konkreten Anforderungen.

Welche körperlichen Anforderungen gelten bei der Feuerwehr?

Feuerwehrleute müssen körperlich belastbar, gesundheitlich geeignet und fit für den Einsatzdienst sein. Deshalb prüfen Berufsfeuerwehren im Auswahlverfahren unter anderem Kraft, Ausdauer, Koordination, Beweglichkeit und Höhentauglichkeit. Außerdem müssen Bewerberinnen und Bewerber eine feuerwehrärztliche Untersuchung bestehen, um ihre gesundheitliche Eignung nachzuweisen. Die genauen Anforderungen können je nach Berufsfeuerwehr und Bundesland unterschiedlich sein.

Wann erhalten Bewerberinnen und Bewerber in der Regel eine Einladung zum Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr?

Nachdem die Bewerbungsfrist abgelaufen ist, prüft die Berufsfeuerwehr zunächst alle eingegangenen Bewerbungen. Erfüllst du die Voraussetzungen, erhältst du in der Regel einige Wochen später eine Einladung zum Auswahlverfahren. Der genaue Zeitpunkt hängt von der jeweiligen Berufsfeuerwehr und dem Bewerbungsverfahren ab. Informationen zum Ablauf und zu den Terminen findest du auf der Karriereseite der jeweiligen Feuerwehr oder in deiner Einladung.

Ist das Auswahlverfahren bei allen Berufsfeuerwehren gleich aufgebaut?

Nein. Die einzelnen Berufsfeuerwehren legen Inhalt und Ablauf ihres Auswahlverfahrens selbst fest. In den meisten Fällen gehören jedoch ein schriftlicher Eignungstest, ein Sport- bzw. Fitnesstest, eine ärztliche Untersuchung sowie ein Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center dazu. Welche Testbestandteile geprüft werden, erfährst du auf der Karriereseite der jeweiligen Berufsfeuerwehr oder von den zuständigen Ansprechpartnern.

Wie läuft das Auswahlverfahren bei der Feuerwehr ab?

Das Auswahlverfahren beginnt in der Regel mit der Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen. Anschließend folgen – je nach Berufsfeuerwehr – ein schriftlicher Eignungstest, ein Sport- oder Fitnesstest, eine ärztliche Untersuchung sowie ein Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center. Dabei werden unter anderem Ihre fachlichen Kenntnisse, körperliche Leistungsfähigkeit, Teamfähigkeit und persönliche Eignung überprüft. Der genaue Ablauf kann je nach Berufsfeuerwehr und Bundesland unterschiedlich sein.

Welche Aufgaben kommen im Einstellungstest bei der Berufsfeuerwehr vor?

Der Einstellungstest bei der Berufsfeuerwehr besteht aus mehreren Testbereichen, mit denen deine persönliche, geistige und körperliche Eignung überprüft wird. Dazu gehören in der Regel ein schriftlicher Eignungstest, ein Sport- und Fitnesstest, eine ärztliche Untersuchung sowie ein Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center. Im schriftlichen Test werden häufig Bereiche wie Deutsch, Mathematik, logisches Denken, technisches Verständnis und Allgemeinwissen geprüft. Die genauen Inhalte und der Ablauf unterscheiden sich je nach Berufsfeuerwehr und Laufbahn.

Wie lange dauert das Auswahlverfahren bei einer Berufsfeuerwehr in der Regel?

Das Auswahlverfahren einer Berufsfeuerwehr dauert je nach Feuerwehr und Laufbahn unterschiedlich lang. Die einzelnen Testtage finden häufig an einem oder mehreren Tagen statt, während sich das gesamte Auswahlverfahren – von der Bewerbung bis zur Einstellungsentscheidung – über mehrere Wochen oder Monate erstrecken kann. Zwischen den einzelnen Auswahlstufen liegen häufig Wartezeiten, da die Bewerbungen geprüft und die Ergebnisse ausgewertet werden. Den genauen Zeitplan teilt Ihnen die jeweilige Berufsfeuerwehr im Bewerbungsverfahren mit.

Kann ich mich gezielt auf das Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr vorbereiten?

Ja, du kannst dich gezielt auf das Feuerwehr-Auswahlverfahren vorbereiten. Empfehlenswert sind Übungen in den Bereichen Deutsch, Mathematik, logisches Denken, technisches Verständnis und Allgemeinwissen sowie ein regelmäßiges Training für den Sport- und Fitnesstest. Außerdem solltest du dich über die Aufgaben und den Aufbau der Berufsfeuerwehr informieren und dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten. Viele Berufsfeuerwehren veröffentlichen auf ihren Karriereseiten Informationen zum Auswahlverfahren und zu den einzelnen Testbestandteilen.

Wie lange dauert eine Ausbildung bei der Feuerwehr?

Eine klassische Ausbildung zum Brandmeister (mittlerer Dienst) bei der Berufsfeuerwehr dauert in der Regel 18 Monate, eine traditionelle Ausbildung zum Brandoberinspektor (gehobener Dienst) 24 Monate.

Einige Berufsfeuerwehren bieten außerdem sogenannte Stufen- oder Kombiausbildungen mit einer deutlich längeren Ausbildungsdauer an. Sie richten sich speziell an Schulabgänger, die noch keine Berufsausbildung oder keinen Studienabschluss vorweisen können, und bestehen aus zwei Teilen: einer feuerwehrtechnischen Ausbildung und einer handwerklich-technischen Ausbildung bzw. einem begleitenden Bachelorstudium. Die Ausbildungen der Werkfeuerwehren dauern in der Regel bis zu drei oder dreieinhalb Jahren.

Welche Amtsbezeichnung wird in der Regel nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst verliehen?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst wird dir in der Regel die Amtsbezeichnung Brandmeisterin bzw. Brandmeister verliehen. Mit dieser Ernennung beginnst du deine Laufbahn im Einsatzdienst einer Berufsfeuerwehr. Dort übernimmst du Aufgaben in der Brandbekämpfung, der Technischen Hilfeleistung und häufig auch im Rettungsdienst. Je nach Bundesland gelten unterschiedliche Laufbahnverordnungen, die Amtsbezeichnung Brandmeisterin bzw. Brandmeister ist jedoch bundesweit die übliche Eingangsamtsbezeichnung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es bei der Berufsfeuerwehr?

Nach dem Einstieg in den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst stehen dir verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten offen. Mit entsprechender Berufserfahrung, guten Leistungen und erfolgreicher Qualifizierung kannst du in höhere Ämter aufsteigen oder in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst wechseln. Dort übernimmst du zunehmend Führungsaufgaben, beispielsweise als Gruppen- oder Zugführer. Mit einem geeigneten Hochschulabschluss ist später auch der Aufstieg in den höheren feuerwehrtechnischen Dienst mit leitenden Funktionen möglich.

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