Brandmeister (Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt) in Dresden: Erfahrungsbericht zum Auswahlverfahren
Nach einigen Jahren als Mechatroniker suchte Malik eine berufliche Herausforderung, bei der er seine technischen Fähigkeiten sinnvoll einsetzen kann. Der 26-Jährige hat sich für die Ausbildung zum Brandmeister bei der Feuerwehr Dresden entschieden. In seinem Erfahrungsbericht beschreibt er, wie er sich auf das Auswahlverfahren vorbereitet hat.
Mein Weg zur Feuerwehr begann nicht mit einem festen Berufswunsch, sondern mit der Suche nach einer Aufgabe, die besser zu mir passt. Nach der Schule entschied ich mich für eine Ausbildung zum Mechatroniker. Die Kombination aus Technik und praktischem Arbeiten hat mir immer gefallen, aber nach einigen Jahren im Beruf merkte ich, dass ich mir mehr Abwechslung und mehr Verantwortung wünsche.
Durch einen Kollegen kam ich schließlich mit dem Thema Feuerwehr näher in Kontakt. Er erzählte mir von seinem Alltag bei der Freiwilligen Feuerwehr und davon, wie unterschiedlich die Einsätze sein können. Mich faszinierte besonders, dass Feuerwehrleute nicht nur körperlich fit sein müssen, sondern auch technisches Verständnis, Teamgeist und die Fähigkeit brauchen, in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.
Je mehr ich mich mit dem Beruf beschäftigte, desto klarer wurde mir: Die Ausbildung zum Brandmeister bei der Feuerwehr Dresden könnte genau das sein, wonach ich gesucht hatte. Mit meiner abgeschlossenen Berufsausbildung erfüllte ich die Voraussetzungen und entschied mich, den nächsten Schritt zu gehen.
Der Einstellungstest
Der erste große Schritt im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden war der schriftliche Einstellungstest. Die Aufgaben waren sehr vielfältig und deckten unterschiedliche Bereiche ab. Neben Allgemeinbildung, Sprache und Mathematik wurden auch technisches und physikalisches Verständnis geprüft.
Besonders interessant fand ich die Aufgaben zum logischen Denken und räumlichen Vorstellungsvermögen. Hier ging es weniger darum, auswendig gelerntes Wissen abzurufen, sondern Zusammenhänge schnell zu erkennen und Lösungen zu finden. Ich war froh, dass ich mich vorher intensiv vorbereitet hatte. Dadurch konnte ich ruhig bleiben und mich besser auf die einzelnen Aufgaben konzentrieren.
Der Sporttest
Nach dem theoretischen Teil im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden folgte der Sporttest. Hier zeigte sich schnell, warum körperliche Fitness im Feuerwehrberuf so wichtig ist. Auf dem Programm standen unter anderem ein 100-Meter-Lauf, ein 3.000-Meter-Lauf und ein 200-Meter-Schwimmen. Besonders der längere Lauf verlangte eine gute Einteilung der eigenen Kräfte.
Zusätzlich mussten wir verschiedene Übungen absolvieren, bei denen Koordination, Kraft und Ausdauer gefragt waren. Dazu gehörten Gleichgewichtstests, Liegestütze, Beugehang und Wechselsprünge. Nicht jede Übung fiel mir gleich leicht, aber genau dafür hatte ich trainiert.
Der praktische Test
Der praktische Test im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden war für mich einer der spannendsten Teile des Auswahlverfahrens. Hier konnte ich zeigen, dass ich auch bei praktischen Aufgaben konzentriert und sorgfältig arbeite. Eine besondere Herausforderung war das Drehleitersteigen. Es ist etwas anderes, nur darüber zu lesen, als tatsächlich auf einer Drehleiter zu stehen und sich auf die eigenen Bewegungen zu verlassen.
Auch die Rettungsübung war sehr beeindruckend. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Zusammenarbeit und eine klare Kommunikation sind. Zusätzlich mussten wir eine Atemschutz-Übungsstrecke absolvieren. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie anspruchsvoll Einsätze sein können und wie wichtig mentale Belastbarkeit neben körperlicher Fitness ist.
Das Vorstellungsgespräch
Nach den verschiedenen Tests folgte das Vorstellungsgespräch im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden. Dabei ging es nicht nur um meinen bisherigen Werdegang, sondern vor allem um meine Motivation. Ich wurde gefragt, warum ich zur Feuerwehr möchte und welche Erfahrungen ich aus meiner Ausbildung mitbringe. Ich konnte dabei besonders meine technische Erfahrung hervorheben, aber auch erklären, dass mir Teamarbeit und der direkte Kontakt zu Menschen wichtig sind.
Die ärztliche Untersuchung
Den Abschluss des Auswahlverfahrens der Berufsfeuerwehr Dresden bildete die ärztliche Untersuchung. Dabei wurde geprüft, ob ich gesundheitlich für die Anforderungen des Feuerwehrdienstes geeignet bin. Neben einem allgemeinen Gesundheitscheck wurden verschiedene körperliche Bereiche untersucht, die für den Einsatzdienst wichtig sind. Dazu gehörten unter anderem die Überprüfung von Seh- und Hörvermögen sowie der körperlichen Belastbarkeit. Auch Blut- und Urinuntersuchungen waren Teil der Untersuchung.
Als ich schließlich die Zusage für die Ausbildung zum Brandmeister bei der Feuerwehr Dresden erhielt, war ich sehr erleichtert.
Malik, Brandmeisteranwärter in Dresden
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