Brandoberinspektor (Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt) in Dresden: Erfahrungsbericht zum Auswahlverfahren
Nach seinem Studium merkte Martin, dass ihm in seinem Berufsalltag der direkte Bezug zu Menschen fehlte. Der 29-Jährige wagte deshalb den Schritt zur Feuerwehr Dresden und befindet sich heute in der Ausbildung zum Brandoberinspektor. In seinem Erfahrungsbericht erzählt er, wie er das Auswahlverfahren gemeistert hat.
Wenn ich heute auf meinen Weg zur Feuerwehr zurückblicke, muss ich ein bisschen schmunzeln. Noch vor ein paar Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich einmal in einer Feuerwehruniform stehen würde. Mein ursprünglicher Plan sah nämlich ganz anders aus. Nach meinem Abitur habe ich Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Viele Aufgaben bestanden daraus, Konzepte zu erstellen, Zahlen auszuwerten oder Präsentationen vorzubereiten. Das war interessant, aber ich wollte später einen Beruf ausüben, bei dem man am Ende des Tages merkt: Das, was ich getan habe, hatte einen direkten Nutzen.
Nach meinem Studium informierte ich mich genauer über die Laufbahn des Brandoberinspektors. Je mehr ich darüber las, desto besser passte das Bild zu dem, was ich gesucht hatte. Also entschied ich mich, es zu versuchen, und bewarb mich (mit Erfolg) bei der Feuerwehr Dresden.
Der schriftliche Einstellungstest
Der schriftliche Test im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden war der erste Moment, an dem ich gemerkt habe: Jetzt wird es ernst. Die Aufgaben waren abwechslungsreich und man musste sich schnell auf unterschiedliche Themen einstellen. Es kamen Aufgaben zum logischen Denken, Sprache, Merkfähigkeit und Allgemeinwissen dran. Besonders wichtig war es, konzentriert zu bleiben und sich nicht von einzelnen schwierigen Aufgaben aus dem Konzept bringen zu lassen.
Der Sporttest
Danach folgte der Sporttest im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden. Der 100-Meter-Lauf war schnell vorbei, aber beim 3.000-Meter-Lauf musste ich meine Ausdauer beweisen. Gerade hier zahlt sich Vorbereitung aus, denn es geht nicht darum, die ersten Minuten Vollgas zu geben, sondern seine Kräfte richtig einzuteilen.
Auch das 200-Meter-Schwimmen war anspruchsvoller, als ich zunächst gedacht hatte. Danach folgten die Kraft- und Koordinationsübungen: Gleichgewichtstests, Liegestütze, Beugehang und Wechselsprünge. Manche Übungen sahen auf den ersten Blick einfach aus, aber nach mehreren Stationen hintereinander merkt man die Belastung deutlich.
Der praktische Teil
Das Drehleitersteigen im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden war definitiv eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde. Natürlich weiß man vorher, dass man hoch hinaus muss, aber wenn man tatsächlich oben steht, ist das noch einmal etwas anderes – hier sollte man nicht unbedingt nach unten sehen. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und sich auf die Aufgabe zu konzentrieren.
Auch die Rettungsübung war interessant, weil man direkt gemerkt hat, wie wichtig Kommunikation ist. Man kann solche Aufgaben nicht alleine lösen. Jeder Handgriff muss sitzen und man muss sich aufeinander verlassen können.
Die Atemschutz-Übungsstrecke war wahrscheinlich der Teil, bei dem ich am meisten gemerkt habe, wie fordernd der Feuerwehrberuf sein kann. Unter erschwerten Bedingungen den Überblick zu behalten, ist eine echte Herausforderung. Genau solche Situationen zeigen aber auch, warum Teamarbeit und Training so wichtig sind.
Das persönliche Interview
Vor dem Vorstellungsgespräch im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden war ich natürlich nervös. Ich glaube, das gehört einfach dazu. Schließlich möchte man zeigen, warum man genau der Richtige für diese Aufgabe ist.
Die Fragen waren aber weniger ein klassisches „Prüfungsgespräch“, sondern eher ein Austausch über meinen bisherigen Weg. Es ging um meine Motivation, meine Erfahrungen und darum, welche Fähigkeiten ich mitbringe. Ich habe offen erzählt, dass ich einen Beruf gesucht habe, bei dem Verantwortung nicht nur auf dem Papier steht. Ich möchte Entscheidungen treffen, Menschen unterstützen und Teil eines Teams sein, auf das man sich verlassen kann.
Die ärztliche Untersuchung
Die ärztliche Untersuchung war der letzte Schritt im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Dresden auf dem Weg zur Ausbildung. Dabei wurde geprüft, ob ich gesundheitlich alle Voraussetzungen für den Feuerwehrdienst erfülle. Obwohl man natürlich etwas angespannt ist, war die Untersuchung für mich auch ein Zeichen dafür, wie ernst die Anforderungen des Berufs genommen werden. Schließlich müssen Feuerwehrleute sich im Einsatz hundertprozentig auf ihren Körper verlassen können.
Als ich schließlich die Zusage für die Ausbildung zum Brandoberinspektor bei der Feuerwehr Dresden bekam, war das ein besonderer Moment. Ich hatte viel Zeit investiert, trainiert und mich vorbereitet – und plötzlich wurde aus einer Idee ein echter neuer Lebensabschnitt.
Martin, Brandoberinspektoranwärter in Dresden
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