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Frauen bei der Feuerwehr: Karriere, Chancen und Auswahlverfahren

Frauen sind im feuerwehrtechnischen Dienst immer noch eine Seltenheit. Hier erfährst du alles rund um Karriere, Auswahlverfahren und Chancen als Frau bei der Feuerwehr.

Frauen sind bei der Berufsfeuerwehr immer noch deutlich in der Minderheit. Dabei stehen ihnen grundsätzlich dieselben Karrierewege offen wie Männern. Was erwartet dich als Frau im Feuerwehrdienst, welche Voraussetzungen musst du erfüllen und wie läuft das Auswahlverfahren ab?

Frauen bei der Berufsfeuerwehr: eine Seltenheit

Feuerwehrleute werden häufig noch zuerst mit Männern in Verbindung gebracht. Ganz unbegründet ist dieses Bild nicht, denn insbesondere im feuerwehrtechnischen Dienst ist der Frauenanteil sehr niedrig.

Wie deutlich die Unterschiede sein können, zeigt das Beispiel Berlin: Im Jahr 2024 waren 10,3 % aller Beschäftigten der Berliner Feuerwehr weiblich. Unter den Mitarbeitenden mit feuerwehrtechnischer Ausbildung lag der Frauenanteil jedoch bei lediglich 2,5 %.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Beruf für Frauen weniger geeignet wäre. Berufsfeuerwehren sind auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen und möchten zunehmend auch Frauen für den Einsatzdienst gewinnen. Neben körperlicher Fitness zählen im Feuerwehralltag viele weitere Fähigkeiten: Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, technisches Verständnis, Belastbarkeit und die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Frauen bei der Feuerwehr: Voraussetzungen

Grundsätzlich kommt es bei einer Bewerbung nicht darauf an, ob du ein Mann oder eine Frau bist. Entscheidend ist, ob du die Voraussetzungen des jeweiligen Ausbildungswegs und der jeweiligen Berufsfeuerwehr erfüllst. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Stadt und Laufbahn.

Je nach Feuerwehr können beispielsweise ein bestimmter Schulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Führerschein oder andere Nachweise verlangt werden. Hinzu kommen die persönliche und gesundheitliche Eignung für den Feuerwehrdienst. Für den Einsatzdienst solltest du außerdem körperlich fit, schwindelfrei und belastbar sein. Welche Voraussetzungen genau gelten, solltest du deshalb immer bei der Feuerwehr prüfen, bei der du dich bewerben möchtest.

Einstellungstest und Auswahlverfahren bei der Feuerwehr

Bevor du die Ausbildung bei einer Berufsfeuerwehr beginnen kannst, musst du ein mehrstufiges Auswahlverfahren bestehen. Typische Bestandteile sind:

  • ein schriftlicher Test oder Online-Test mit Fragen/Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Deutsch, Logik, Allgemeinwissen oder technischem Verständnis
  • ein Sporttest mit Aufgaben zu Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Höhentauglichkeit
  • praktische Aufgaben oder ein Assessment Center
  • ein Vorstellungsgespräch
  • ein Schwimmtest
  • eine ärztliche bzw. arbeitsmedizinische Einstellungsuntersuchung

Bei der Feuerwehr Köln gehören beispielsweise ein psychologischer Online-Test, ein körperlicher Eignungstest, ein Assessment Center, ein Schwimmtest und eine gesundheitliche Untersuchung zum Auswahlprozess für angehende Brandmeisterinnen. Bewerberinnen können dort den körperlichen Eignungstest sogar in einer ausschließlich für Frauen vorgesehenen Gruppe absolvieren.

Bei anderen Berufsfeuerwehren kann der Ablauf anders aussehen. In München umfasst das Auswahlverfahren für bestimmte Einstiegswege beispielsweise einen Sporttest sowie einen schriftlichen und einen praktischen Test. Im schriftlichen Teil werden unter anderem Deutschgrundlagen, Mathematik, Logik, Allgemeinbildung und Physik geprüft.

Der Sporttest bei der Feuerwehr für Frauen

Vor dem Sporttest haben viele Bewerberinnen großen Respekt. Die körperlichen Anforderungen solltest du ernst nehmen, denn in späteren Einsätzen musst du beispielsweise Schutzausrüstung tragen, auf Leitern steigen, Geräte bewegen oder bei der Rettung von Menschen mithelfen können. Hier gelten die gleichen Anforderungen für Frauen wie für Männer.

Das bedeutet aber nicht, dass du für die Bewerbung bereits Leistungssportlerin sein musst. Entscheidend ist eine gezielte Vorbereitung. Viele Übungen lassen sich trainieren, wenn du frühzeitig mit Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining beginnst. Informiere dich genau über die Disziplinen deiner Wunschfeuerwehr.

Auch auf den schriftlichen Einstellungstest solltest du dich gut vorbereiten. Vor allem Mathematik, Logik, Sprachverständnis oder technisches Wissen lassen sich durch regelmäßiges Üben deutlich verbessern. Mit realistischen Testaufgaben kannst du dich außerdem an den Zeitdruck und die typischen Aufgabenformen gewöhnen.

Welche Karrierechancen haben Frauen bei der Feuerwehr?

Nach erfolgreicher Ausbildung arbeitest du grundsätzlich in denselben Einsatzbereichen wie deine männlichen Kollegen. Je nach Ausbildung und Laufbahn kannst du dich später weiterqualifizieren, zusätzliche Aufgaben übernehmen oder Führungsverantwortung erhalten. Auch der Aufstieg in höhere Funktionen des feuerwehrtechnischen Dienstes ist möglich.

Noch sind Feuerwehrfrauen im Einsatzdienst und insbesondere in vielen Führungspositionen selten. Wenn du die Voraussetzungen erfüllst und dich gut auf das Auswahlverfahren vorbereitest, sollte dich der geringe Frauenanteil auf keinen Fall von der Bewerbung abhalten.

Fazit: Feuerwehr ist längst nicht nur Männersache

Der Frauenanteil bei vielen Berufsfeuerwehren ist weiterhin niedrig. Gleichzeitig zeigen immer mehr Feuerwehrfrauen, dass Einsatzdienst und Führungsverantwortung keine Frage des Geschlechts sind. Entscheidend sind deine persönliche, fachliche, gesundheitliche und körperliche Eignung.

Wenn du dir vorstellen kannst, im Feuerwehrdienst arbeiten zu können, informiere dich frühzeitig über die Voraussetzungen deiner Wunschfeuerwehr und beginne rechtzeitig mit der Vorbereitung auf Einstellungstest und Sporttest. So kannst du mit guten Voraussetzungen in das Auswahlverfahren starten.

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