Notfallsanitäter bei der Feuerwehr: Ausbildung und Karriere
Die Feuerwehr übernimmt häufig auch Aufgaben des Rettungsdienstes. Erfahre, wie die Notfallsanitäter-Ausbildung bei der Feuerwehr abläuft – und warum sie der Beginn einer langfristigen Feuerwehr-Karriere sein kann.
Als Notfallsanitäter versorgst du erkrankte oder verletzte Menschen in medizinischen Notfällen. Du beurteilst ihren Zustand, leitest notwendige Maßnahmen ein, überwachst die Patienten während des Transports und bringst sie sicher ins Krankenhaus. Bei schweren Notfällen arbeitest du eng mit Notärzten zusammen. Bei einer Feuerwehr kann dein Einsatzgebiet allerdings noch vielfältiger sein.
Wenn du zusätzlich die feuerwehrtechnische Ausbildung absolviert hast, kannst du sowohl im Rettungsdienst als auch im Brandschutz und bei technischen Hilfeleistungen eingesetzt werden. Dann rückst du in einer Schicht mit dem Rettungswagen zu einem medizinischen Notfall aus und übernimmst in anderen Schichten Aufgaben des klassischen Feuerwehrdienstes.
Wie läuft die Notfallsanitäter-Ausbildung bei der Feuerwehr ab?
Die Ausbildungswege der Notfallsanitäter-Ausbildung unterscheiden sich von Feuerwehr zu Feuerwehr. Mancherorts absolvierst du zuerst die Ausbildung zum Notfallsanitäter und anschließend die feuerwehrtechnische Ausbildung. Andere Feuerwehren kombinieren beide Qualifikationen oder bilden bereits ausgebildete Feuerwehrleute später zusätzlich zum Notfallsanitäter aus.
Die Notfallsanitäter-Ausbildung bei der Feuerwehr richtet sich grundsätzlich nach dem Notfallsanitäter-Gesetz. In Vollzeit dauert sie drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Die Ausbildung verbindet theoretischen und praktischen Unterricht mit umfangreichen Praxiseinsätzen.
In der Ausbildung zum Notfallsanitäter beschäftigst du dich unter anderem mit Anatomie, Krankheitsbildern, Verletzungen, Medikamenten und der Versorgung lebensbedrohlicher Zustände. Gleichzeitig lernst du, Notfalleinsätze zu planen, Patienten eigenständig zu versorgen und mit anderen Einsatzkräften zusammenzuarbeiten. Auf der Wache sammelst du außerdem wertvolle Erfahrungen bei realen Einsätzen.
Notfallsanitäter bei der Feuerwehr: Voraussetzungen der Ausbildung
Für die Notfallsanitäter-Ausbildung bei der Feuerwehr brauchst du in der Regel einen mittleren Schulabschluss. Mit Hauptschulabschluss ist der Einstieg ebenfalls möglich, wenn du zusätzlich eine mindestens zweijährige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hast. Außerdem musst du gesundheitlich für den Beruf geeignet sein. Die Feuerwehr, bei der du dich um die Ausbildung zum Notfallsanitäter bewirbst, stellt möglicherweise weitere Anforderungen.
Gerade wenn an die Notfallsanitäter-Ausbildung direkt eine Brandmeisterausbildung anschließt, solltest du nicht nur die allgemeinen Voraussetzungen für den Rettungsdienst prüfen. So können zum Beispiel die laufbahnrechtlichen oder auch die sportlichen Anforderungen der jeweiligen Feuerwehr bei deiner Bewerbung um die Ausbildung entscheidend sein.
Notfallsanitäter und Brandmeister in einer Feuerwehr-Ausbildung?
Wie eng Rettungsdienst und Feuerwehr miteinander verbunden werden, hängt von der jeweiligen Berufsfeuerwehr ab. Ein Beispiel ist die Feuerwehr Hannover: Dort kannst du direkt nach der Schule zunächst die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter absolvieren. Bei entsprechender Eignung schließt sich anschließend die 18-monatige Ausbildung zum Brandmeister an.
Einen anderen Weg bietet die Berliner Feuerwehr mit ihrem Ausbildungsmodell „112 Medic“. Hier werden die dreijährige Notfallsanitäter-Ausbildung und eine feuerwehrtechnische Ausbildung miteinander verbunden. Nach erfolgreicher Laufbahnprüfung ist ein Einsatz als Brandmeister mit Schwerpunkt Rettungsdienst vorgesehen.
Wenn du nach einer Notfallsanitäter-Ausbildung bei der Feuerwehr suchst, solltest du deshalb immer genau prüfen, welches Modell deine Wunschfeuerwehr anbietet. Eine bundesweit einheitliche Kombination aus Feuerwehr- und Notfallsanitäter-Ausbildung gibt es nicht.
Notfallsanitäter-Ausbildung Feuerwehr: Wie sieht das Auswahlverfahren aus?
Bei deiner Bewerbung um eine Notfallsanitäter-Ausbildung musst du damit rechnen, dass die Feuerwehr ein Verfahren zur Bewerberauswahl nutzt. Wie dieses aufgebaut ist, hängt von der jeweiligen Berufsfeuerwehr und dem Ausbildungsmodell ab.
Neben einem schriftlichen bzw. PC-gestützten Einstellungstest können ein Vorstellungsgespräch, ein Sporttest und eine ärztliche Untersuchung dazugehören. Im Einstellungstest werden in der Regel Themen wie Deutsch, Mathematik, Logik, Konzentration und naturwissenschaftliches Verständnis geprüft. Wenn der Ausbildungsweg in eine feuerwehrtechnische Laufbahn führt, spielt die körperliche Eignung, die du im Sporttest beweisen musst, eine besonders wichtige Rolle.
Weitere Infos
Online üben: Teste dein Wissen und verschaffe dir einen Eindruck von einem typischen Einstellungstest bei der Feuerwehr.
eTrainer Einstellungstest Feuerwehr: Der smarte Online-Testtrainer enthält zahlreiche Übungsaufgaben aus allen Testbereichen und bereitet dich gezielt auf deinen Einstellungstest bei der Feuerwehr vor.
Unsere Empfehlungen für dich:
empfohlen von:
