Brandmeister (mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst) in Frankfurt am Main: Erfahrungsbericht zum Auswahlverfahren
Nach seiner Elektroniker-Gesellenprüfung wollte der 19-jährige Umut nicht länger nur Kabel verlegen. Ein Praktikum zeigte ihm den Weg zur Werkfeuerwehr. Hier berichtet er, wie er sich direkt nach der Ausbildung durch das Frankfurter Auswahlverfahren gekämpft hat.
Kaum war meine Ausbildung zum Elektroniker fertig, stand für mich fest: Ich muss hier raus. Ich wollte einen Job, bei dem jeder Tag komplett anders aussieht und man abends weiß, dass man etwas Sinnvolles getan hat. Frankfurt war für mich als Hesse natürlich die absolute Wunschadresse.
Die Kriterien für die Brandmeister-Ausbildung im mittleren Dienst hatte ich noch während meiner Lehrzeit im Blick. Hauptschulabschluss und eine fertige Berufsausbildung reichen aus – das hatte ich beides pünktlich mit 18 Jahren in der Tasche.
Der Computertest
Bei der schriftlichen Prüfung im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main ging es darum, am Bildschirm schnell und fehlerfrei zu arbeiten. Neben den Klassikern wie Rechtschreibung und Grammatik lag der Fokus vor allem auf Mathe und technischem Verständnis. Richtig knifflig waren die Logikrätsel und Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen, bei denen man gefaltete Würfel im Kopf drehen musste. Die Zeit war ziemlich knapp bemessen, aber wenn man vorher ein paar Online-Tests durchgegangen ist, kommt man da gut durch.
Der Sporttest
Frankfurt macht beim sportlichen Teil keine Spielereien mit Rundenlaufen auf dem Sportplatz, sondern prüft direkt die Praxistauglichkeit für den späteren Einsatz.
Zuerst ging es an die Drehleiter im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main. Man steigt gesichert die Sprossen hoch, bis man ganz oben ist. Wer da zittert, fliegt direkt raus. Gleich danach folgte das Kriechen durch die Atemschutz-Übungsstrecke. Mit aufgesetzter Maske ging es durch ein völlig verengtes, dunkles Gitterlabyrinth. Man hört nur das eigene Atmen und muss sich blind den Weg vorbei an Klappen und Hindernissen ertasten – das war eine völlig neue Erfahrung für mich.
Danach wartete ein knackiger Hindernisparcours, bei dem man klettern, kriechen und springen musste, um die Beweglichkeit zu testen. Als finaler Krafträuber ging es ins Treppenhaus: Mit schweren Schlauchtragekörben in den Händen hieß es, die Stufen zügig nach oben zu rennen. Nach den letzten Stufen haben die Beine extrem gezittert, aber die Zeit hat zum Glück gepasst.
Vorstellungsgespräch und Mediziner-Check
Im anschließenden Bewerbungsgespräch im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main saß mir die Prüfungskommission gegenüber. Hier wollten die Prüfer einfach sehen, ob ich mit 19 Jahren schon die nötige Reife für den Job mitbringt und wie man in stressigen Situationen reagiert.
Zwei Wochen später folgte die ärztliche Untersuchung, bei der die Lunge, das Herz und die Belastbarkeit im EKG gecheckt wurden. Als der Brief mit der Zusage kam, konnte ich es kaum glauben.
Umut, Brandmeisteranwärter in Frankfurt
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