Brandmeister (Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt) in Hannover: Erfahrungsbericht zum Auswahlverfahren
Ein Tag der offenen Tür brachte Marah auf eine Idee, die ihr Berufsleben verändern sollte. Heute absolviert die 22-Jährige die Ausbildung zur Brandmeisterin bei der Feuerwehr Hannover. In ihrem Erfahrungsbericht berichtet sie, welche Erfahrungen sie im Auswahlverfahren gesammelt hat.
Eigentlich war ich nie diejenige, die schon als Kind wusste, welchen Beruf sie einmal ausüben möchte. Den entscheidenden Anstoß gab ein Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Hannover. Ich kam eher zufällig dorthin und war überrascht, wie vielseitig der Beruf ist. Mir war vorher gar nicht bewusst, wie viel Technik, Teamarbeit und handwerkliches Können hinter jedem Einsatz stecken. Auf der Heimfahrt ließ mich der Gedanke nicht mehr los.
Ein paar Wochen später begann ich, mich intensiver über die Ausbildung zur Brandmeisterin zu informieren. Da ich bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung hatte, erfüllte ich die Voraussetzungen und entschied mich, mich zu bewerben. Nachdem die Einladung zum Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Hannover im Briefkasten lag, wurde mir klar, dass ich mich nicht auf meine bisherige Berufserfahrung verlassen konnte. Die Feuerwehr stellt ganz eigene Anforderungen.
Besonders Respekt hatte ich vor dem schriftlichen Einstellungstest. Deshalb arbeitete ich mich noch einmal durch Aufgaben aus den Bereichen Allgemeinbildung, Arbeitseffizienz sowie verbales und nummerisches Denken. Gleichzeitig trainierte ich regelmäßig für den Sporttest. Ich lief mehrmals pro Woche, ging schwimmen und baute Kraftübungen in meinen Alltag ein. Mein Ziel war nicht, Bestzeiten aufzustellen, sondern jede Disziplin sicher absolvieren zu können.
Ein anspruchsvoller Prüfungstag
Das Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Hannover begann mit dem schriftlichen Einstellungstest. Obwohl ich nervös war, legte sich die Anspannung nach den ersten Aufgaben schnell. Die Fragen waren abwechslungsreich und verlangten konzentriertes Arbeiten. Im Test musste ich Aufgaben zu Themen wie Allgemeinbildung, Arbeitseffizienz, Sprache und Mathematik bearbeiten. Im Nachhinein war ich froh, dass ich mich gezielt vorbereitet hatte.
Danach ging es direkt aktiv weiter mit dem Sporttest. Zunächst stand der zwölfminütige Cooper-Test auf dem Programm. Anschließend folgten der 50-Meter-Lauf, das 200-Meter-Schwimmen und das 15-Meter-Tauchen. Besonders beim Schwimmen merkte ich, wie wichtig eine gute Kondition ist.
Anschließend mussten wir Liegestütze absolvieren, auf eine Drehleiter steigen und verschiedene handwerkliche Übungen lösen. Gerade dieser praktische Teil gefiel mir besonders. Durch meine Ausbildung konnte ich viele Aufgaben routiniert angehen und zeigte, dass mir präzises Arbeiten auch unter Zeitdruck liegt.
Das Vorstellungsgespräch
Danach wurde ich noch zum persönlichen Gespräch eingeladen. Das war eigentlich ganz locker. Ich erzählte den Prüfern, dass ich meinen Entschluss zur Feuerwehr Hannover zu gehen nach dem Tag der offenen Tür gefasst habe. Außerdem stellten sie mir noch einige Fragen dazu, wie ich in brenzligen Situationen reagieren würde. Ich ging am Ende mit einem richtig positiven Gefühl aus dem Interview raus.
Die ärztliche Untersuchung
Nachdem ich die bisherigen Stationen im Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Hannover erfolgreich gemeistert hatte, stand noch die ärztliche Untersuchung an. Dabei wurde überprüft, ob ich den körperlichen Anforderungen des Feuerwehrdienstes gesundheitlich gewachsen bin. Unter anderem wurden mein Seh- und Hörvermögen getestet, außerdem kontrollierte der Arzt Herz und Kreislauf sowie meine allgemeine körperliche Belastbarkeit. Ergänzt wurde die Untersuchung durch verschiedene Routineuntersuchungen, darunter Blut- und Urinproben.
Als ich schließlich die Zusage erhielt, war ich unglaublich erleichtert. Rückblickend war das Auswahlverfahren der Berufsfeuerwehr Hannover anspruchsvoll, aber fair. Wer sich ernsthaft vorbereitet und motiviert an die einzelnen Prüfungen herangeht, hat gute Chancen.
Mara, Brandmeisteranwärterin in Hannover
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